Im Sommer und im Winter verlieh Borussia Dortmund jeweils zwei Talente, um andernorts die eigene Karriere voranzutreiben. FT überprüft, wie es für das Quartett läuft.
Julien Duranville (19/FC Basel)
Unter Niko Kovac spielte der hochveranlagte Flügelflitzer gar keine Rolle, in Basel soll er nun endlich im Profibereich Fuß fassen. Der Start glückte: Ein entscheidender Assist beim Debüt spülte Duranville erstmal in die Startelf. Doch zuletzt wurde der Belgier einmal zur Halbzeit ausgewechselt und saß im gestrigen Spiel gegen den FC Lugano 88 Minuten lang auf der Bank.
Setzt sich Duranville nicht mal in Basel durch, dürfte auch seine BVB-Perspektive endgültig schwinden. Übrigens: Basel sicherte sich eine spannende und nicht gerade übliche Klausel: Verkauft der BVB Duranville im Sommer weiter, wird der FCB an der Ablöse beteiligt.
Cole Campbell (19/TSG Hoffenheim)
Dem US-Boy erging es unter Kovac ganz ähnlich wie Duranville. Problem: In Hoffenheim kann er bislang auch nicht zeigen, was er drauf hat. Der Winterneuzugang laboriert quasi seit seiner Ankunft im Kraichgau an Sprunggelenksproblemen. Diese sollte er erstmal in den Griff bekommen – erst danach könnte die TSG-Kaufoption über zehn Millionen Euro zum Thema werden.
Diant Ramaj (24/1. FC Heidenheim)
Der gebürtige Stuttgarter stand noch gar nicht für den BVB zwischen den Pfosten. In Heidenheim sammelt er aber wie geplant reichlich Bundesliga-Spielpraxis. Ramaj war dabei über weite Strecken der große Rückhalt des Tabellenletzten und verdrängte auch Vereinslegende Kevin Müller (34). Zuletzt leistete er sich mit Ball am Fuß aber auch ein paar Unsicherheiten, die zu Gegentoren führten. Dennoch: Sollte BVB-Keeper Gregor Kobel (28) mal einen Wechsel anstreben, ist Schwarz-Gelb mit Ramaj fürs Erste passabel abgesichert.
Kjell Wätjen (20/VfL Bochum)
Am heutigen Montag wird das BVB-Eigengewächs 20 Jahre alt. In der Nachbarschaft sammelt er fleißig Zweitliga-Minuten, einen festen Stammplatz hat er in Bochum aber nicht, genauso wenig wie eine feste Position. Seine Flexibilität ist für den Mittelfeldmann Fluch und Segen zugleich. Der VfL hat keine Kaufoption – dass Wätjen im Sommer gleich wieder fest beim BVB integriert wird, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber dennoch wohl nicht unbedingt sinnvoll.
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