Robert Lewandowski gehörte in den vergangenen 15 Jahren zu den besten Mittelstürmern der Welt. Doch die Zeit des Polen in der Weltspitze neigt sich dem Ende zu. Ist es bereits in diesem Sommer soweit?
Am 15. März entscheidet sich beim FC Barcelona nicht nur, wer neuer Präsident des Klubs wird, sondern auch, wie es mit Robert Lewandowski im Sommer weitergeht. Doch eigentlich stehen die Antworten auf beide Fragestellungen eigentlich bereits fest, wie mehrere spanische Medien übereinstimmend berichten.
Es gilt als sicher, dass der aktuelle Klubchef Joan Laporta auch der zukünftige sein wird und auch in der Casa Lewandowski scheint der Ausgang klar zu sein. Diese Spielzeit wird die letzte des Torjägers im Dress des FC Barcelona sein.
Flick zieht Ferran vor
Alle Beteiligten lassen diese Entwicklung bereits seit Wochen durchblicken und bereiten sich auf den Abschied vor. Zwar noch immer torgefährlich und mit Aura behaftet spielt Lewandowski in dieser Saison in der Sturmmitte bei Barça nicht mehr die erste Geige. Zwar stand der 163-fache Nationalspieler in 18 von 23 Ligaspielen auf dem Feld, neunmal kam er allerdings von der Bank.
„Robert würde gerne öfter in der Startelf stehen, das ist normal, aber er muss sich damit abfinden“, erklärte Coach Hansi Flick vor kurzem. Dem 37-Jährigen wird jedoch langsam von jüngeren Konkurrenten der Rang abgelaufen. Zehn Treffer hat der ehemalige Dortmund- und Bayern-Stürmer in der Liga bislang erzielt, Hauptkonkurrent Ferran Torres (25) steht bei zwölf.
Exorbitantes Gehalt
Lewandwoskis Vertrag läuft im Sommer aus, eine Verlängerung erscheint schon wirtschaftlich nicht sinnvoll für das chronisch klamme Barça. „Ich glaube, die Zeit wird das regeln. Ich glaube, Robert hat auch seine persönlichen Pläne, und dann werden wir weiter sehen. Zuvor müssen wir auch ein wenig wissen, wie es ums Financial Fairplay steht, wir müssen die Zukunft des Kaders klären, und diesen Punkt haben wir noch nicht erreicht“, erklärte erst kürzlich Sportdirektor Deco.
Der Starstürmer ist ein gehöriger Kostenfaktor beim Klub, verdient kolportierte 33 Millionen Euro brutto und ist damit der teuerste Spieler im Kader. Zum Vergleich: Lamine Yamal verdient knapp die Hälfte. Lewandowski müsste auf extrem viel Geld verzichten. Der Fall Messi hat gezeigt, dass es rechtlich schwierig werden könnte.
Und Barcelona plant bereits weitere Ausgaben, muss sparen wo es nur geht. Unter anderem soll Flügelstürmer Marcus Rashford (28) von Manchester United festverpflichtet werden. Die Red Devils fordern weiterhin 30 Millionen Euro.
Ehefrau deutet Abschied an
Eine Verlängerung würde alle rund um das Cmap Nou überraschen, so der kicker. Deco ist bereits bemüht, den Abgang mit schmeichelnden Worten vorzubereiten, betonte kürzlich: „Der berste Mittelstürmer der Welt in den letzten zehn Jahren war Robert, keiner kommt an ihn heran.“
Deutlicher wurde Lewandowskis Ehefrau Anna gegenüber polnischen Medien bereits vor zwei Wochen: „Es wird wahrscheinlich die letzte Saison von Robert bei Barça sein, wir wollen die Zeit bis dahin voll genießen.“
An Interessenten mangelt es nicht. Vor allem Klubs aus Saudi-Arabien und der Major League Soccer sind an Lewandowski dran. Aber auch der AC Mailand, Atlético Madrid und Fenerbahce wurden bereits als mögliche weitere Abnehmer genannt.
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