Bundesliga

Riera setzt sofort ein Zeichen: Kurswechsel bei der Eintracht

Albert Riera soll Eintracht Frankfurt aus der Formkrise und in den internationalen Wettbewerb führen. Bei seiner ersten Pressekonferenz in Diensten der SGE hinterließ der Spanier direkt Eindruck.

von Lukas Weinstock
2 min.

Vor etwas mehr als zwei Wochen wurde Dino Toppmöller von seinen Pflichten bei Eintracht Frankfurt entbunden. Das Duo Dennis Schmitt und Alexander Meier übernahm interimsweise, holte aus vier Spielen aber keinen einzigen Punkt.

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Mit Albert Riera versprechen sich die Adler nun Besserung. Für den Spanier überwies der Bundesligist 800.000 Euro an NK Celje, durch erfolgsabhängige Boni kann die Ablöse auf bis zu 1,3 Millionen Euro ansteigen. Fakt ist: Auf den neuen Mann an der Seitenlinie wartet viel Arbeit.

Riera mit klarer Philosophie

Die große Aufgabe geht Riera sowohl mit Selbstbewusstsein als auch mit klaren Forderungen an seine Mannschaft an: „Meine Spieler werden mir folgen, da gibt es keine Alternativen. Ich bin sehr positiv gestimmt. Wir müssen unsere Perspektive ändern – weg von ‚Dunkelheit und Schuld‘, hin zu Lösungen.“

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Zu Beginn kommt es für Riera vor allem auf die Grundlagen an, wie er durchblicken lässt: „Im Moment konzentriere ich mich darauf, wie wir spielen. Wir müssen von Spiel zu Spiel unsere Leistung zeigen. Mein Fokus liegt jetzt nicht auf dem Ergebnis, sondern primär auf der Art und Weise, wie wir auftreten und was wir ändern können.“

Genannte Änderungen müssen insbesondere in der Defensive her. Mit 45 Gegentreffern aus 20 Spielen stellt die Eintracht die anfälligste Defensive der Bundesliga. Von einer defensiven Spielweise sieht der offensiv orientierte Übungsleiter allerdings ab: „Der erste Verteidiger ist der Stürmer. Wir werden nicht abwartend spielen, sondern sehr aggressiv auftreten im Spiel ohne Ball.“

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Striktes Durchgreifen

Vor unkonventionellen Methoden schreckt der 43-Jährige dabei nicht zurück. „Ich implementiere Regeln für alle. Erstens: Wir sind in erster Linie Menschen – und dann Menschen in unserer Profession – wir respektieren uns in der Kabine. Zweitens: So wie du trainierst, so spielst du. Drittens: Die magische Frage stellen: Was kannst du dem Team mit und ohne Ball geben?“, stellt Riera klar.

Sollte sich ein Spieler nicht an eine der Regeln halten, resultiert das in einer Strafe. Der Betroffene müsse sowohl eine Geldstrafe zahlen als auch an einem Rad mit Bestrafungen drehen. Mögliche Sanktionen: Fußballschuhe eines Teamkollegen putzen oder ein Staff-Mitglied bei der Arbeit unterstützen.

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Schwerer Auftakt

Die erste Bewährungsprobe steht für den neuen Coach am Freitagabend (20:30 Uhr) an. Dann ist die SGE an der Alten Försterei bei Union Berlin zu Gast. Eine undankbare Aufgabe zum Start, für einen Typ wie Riera könnte eine solche Herausforderung aber auch genau das Richtige sein.

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