Während Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund für Irritationen sorgt, macht Dayot Upamecano wegen einer verrückten Aktion auf sich aufmerksam. Die FT-Presseschau am Dienstag.
Kampfansage? Nein, danke.
Trotz minimalistischem Fußball steht Borussia Dortmund mit 45 Punkten aus 20 Spielen auf Rang zwei der Bundesliga – sechs Punkte hinter dem FC Bayern. Nach dem glücklichen 3:2-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim nahm Nico Schlotterbeck das zum Anlass, um eine klare Botschaft zu senden: „Man muss als BVB langsam auch mal den Anspruch haben, den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden. Die Jungs und ich wollen angreifen. Die Bayern spielen nächste Woche gegen Hoffenheim. Natürlich müssen wir weiter punkten, aber wir probieren da zu sein. Und die Bayern kommen noch zu uns.“
Bislang hatten die Verantwortlichen es vermieden, über einen Meisterschaftskampf zu sprechen. Aus diesem Grund sorgten die Aussagen laut der ‚Bild‘ intern für Verwunderung. Die Kampfansage „spaltet“ den BVB, so das Boulevardblatt. Es wäre nicht das erste Mal, dass es unter den Bossen zu verschiedenen Auffassungen kommt. „Ich tue mich ein bisschen schwer, nach diesem Spiel und nach dieser Leistung darauf einzugehen. Ich glaube, es ergibt jetzt auch keinen Sinn. Wir müssen besser Fußball spielen“, hatte beispielsweise Sportdirektor Sebastian Kehl gesagt.
Ernsthaft?
Am gestrigen Deadline Day machte die Meldung die Runde, dass Dayot Upamecano den FC Bayern darüber informiert habe, dass er seinen 2027 auslaufenden Vertrag verlängern werde. Einigen Fans dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. Zu lange zieht sich der Kaugummi-Poker um den 27-Jährigen bereits. Das Zustandekommen passt jedoch zum Gesamtbild der Saga.
Übereinstimmenden Berichten zufolge hat Upamecano das Verlängerungsangebot nämlich erst angenommen, als die angesetzte Deadline abgelaufen war und der Rekordmeister die Offerte schon zurückgezogen hatte. „Völlig verrückte Upamecano-Wende“, titelt die ‚Bild‘. Fernsehexperte Didi Hamann ätzt gegen den FCB: „Das ist ein Armutszeugnis. Wenn sie das Angebot zurückziehen, kann er keins annehmen. Eine größere Schwäche kann ein Verein doch nicht zeigen. Das zeigt, wie schwach der FC Bayern ist.“
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